Hilfslieferung für italienische Erdbebenopfer Mai 2012

Friends in need are friends indeed

Seit den schweren Erdbeben in der Emilia Romagna Ende Mai 2012 leben mehr als 10.000 Menschen in der betroffenen Region in Zeltstädten des italienischen Katastrophenschutzes oder campieren vor ihren Häusern.

Eine Rückkehr zur Normalität ist in den Katastrophengebieten noch lange nicht in Sicht. Noch mindestens 6 bis 8 Monate werden die Betroffenen nicht in ihre Häuser zurückkehren können. Besonders in den historischen Ortskernen sind die Schäden an Gebäuden enorm. Viele Bereiche sind nach wie vor auf Grund der erheblichen Einsturzgefahr abgeriegelt.

Um die betroffenen Bürger vor Ort zu unterstützen, schickte das MHW in einer gemeinsamen Aktion mit „Wings of Help – Luftfahrt ohne Grenzen (LOG)“ und „@fire-Internationaler Katastrophenschutz“ einen Hilfskonvoi in das Katastrophengebiet bei Modena. Ziel waren die Camps des Italienischen Roten Kreuzes (Croce Rossa Italiana/CRI) in Concordia und Capri, in denen die Hilfsgüter bedarfsgerecht an die Hilfsbedürftigen verteilt werden können.

    

Insgesamt bestand der Hilfstransport aus zwei 40t-LKW, die bestückt waren mit Decken, Zelten, Lebensmitteln, Wasser und vielen anderen Sachen des täglichen Bedarfs. Tolle Unterstützung erhielten wir von der Help Children Foundation, die den Konvoi unterstützte und uns Bastelsachen sowie Schulzeug für die betroffenen Familien zur Verfügung stellte.

Hilfe für Somalia Juni 2011

Die Help Children Foundation unterstützt die Arbeit vom MHW

Millionen von Menschen leiden am Horn von Afrika unter der extremen Dürre. Die Folge daraus ist eine dramatische Hungersnot, die besonders Somalia trifft.

Das MHW Deutschland stellt in Zusammenarbeit mit den SOS Kinderdörfer, Aufbaunahrung sowie Versorgungsmaterial für die Kliniken in Mogadischu, Afgoye, Baidoa und die Feldklinik im Flüchtlingscamp Badbado zur Verfügung.

In den Kliniken werden jährlich mehr als 170.000 Schwangere, Mütter und Kinder aufgenommen und versorgt.

In der aktuellen Hungersnot kommt ihnen jetzt eine besonders wichtige Funktion zu, da von hier aus nun die Verteilung von Aufbaunahrung und unterschiedlichen Medikamenten organisiert und sichergestellt werden kann.

Ein mobiles medizinisches Team pendelt zwischen den Kliniken, um die Versorgung in Mogadischu und den unterversorgten Gebieten zu gewährleisten. Die drei Kliniken
leisten Geburtshilfe, gynäkologische Untersuchungen, Betreuung nach der Geburt, chirurgische Eingriffe und allgemeine medizinische Versorgung.

Nach wie vor ist ein Viertel der Bevölkerung Somalias auf der Flucht vor Hunger und Durst und eine wirkliche Verbesserung der Situation ist noch nicht abzusehen. In der Feldklinik in Badbado werden täglich 250 Patienten behandelt, die meisten sind Kleinkinder und Schwangere.

Das therapeutische Ernährungszentrum umfasst dort inzwischen sechzig Betten, um die schwersten Fälle von Unterernährung mit spezieller Aufbaunahrung behandeln zu können.

MHW hilft in Birma und Haiti

Schweres Erdbeben auf Haiti

Am 12. Januar 2010 wurde Haiti von einem schweren Erdbeben heimgesucht. Von einer Sekunde auf die andere wurde eines der ärmsten Länder der westlichen Hemisphäre ins Chaos gestürzt. Über 100.000 Tote und Tausende von Verletzten waren zu beklagen. Über eine Million Menschen verloren in diesem Augenblick ihr Heim. Bereits wenige Stunden nach der Katastrophe begann das MHW mit der Entsendung eines 22-köpfigen USAR-Teams (Urban Search And Rescue) zur Suche und Rettung von Verschütteten mit technischem Gerät und medizinischem Material. In Kooperation mit internationalen Teams beteiligte sich das MHW-Team an der Suche nach verschütteten Opfern in der Hauptstadt Port-au-Prince und an der medizinischen Versorgung Verletzter in der Grenzstadt Jimani (Dominikanische Republik) sowie im Krankenhaus Milot. Zur nachhaltigen Katastrophenhilfe stellt das MHW seit März 2010 etablierten Organisationen vor Ort Rettungswagen mit Kindernotfallausstattung zur Verfügung, um die notfallmedizinischen Strukturen im Land zu unterstützen, und fördert die Trinkwassergewinnung, die gerade auf Grund des Ausbruchs der Cholera existentielle Bedeutung hat, mit der Bereitstellung von modernen Trinkwasseraufbereitungsanlagen.

Zyklon Nargis tobt in Myanmar/Birma

Nach dem Zyklon „Nargis“ im Jahr 2008 war die Zerstörung in Myanmar (ehemals Birma oder auch Burma genannt) groß. Tausende Menschen kamen ums Leben und vor allem im Irrawaddy-Delta verloren Hunderttausende ihr Hab und Gut. Das MHW engagiert sich in einem nachhaltigen Projekt, indem sie den betroffenen Familien als Hilfe zur Selbsthilfe im Delta Boote und Fischernetze zur Verfügung stellt. So können sich ihre Lebensgrundlage, den Fischfang, wieder selbst sichern. Jedes Boot ist so konzipiert, dass damit bis zu sechs Familien versorgt werden können. Der Bau der Boote wird durch das einheimische Handwerk betrieben, womit die Nachhaltigkeit des Projekts gewährleistet ist. Am 22.10.2010 kam es in Myanmar zu einem weiteren verheerenden Zyklon „Giri“, der erneut enorme Schäden in Myanmar anrichtete und somit die Bedeutung der weiteren Hilfe des MHW im Land unterstreicht.

Das MHW ist ein gemeinnütziger Zusammenschluss von bundesweit  führenden, privaten Unternehmern aus dem Bereich der Notfallrettung sowie branchenübergreifenden Kooperationspartnern aus ganz Europa, die sich zum Ziel gesetzt haben, im Katastrophenfall schnell und unbürokratisch Hilfe zu leisten. Aktuell ist das MHW international in Katastrophenhilfsprojekten in Birma und Haiti engagiert.